Laa an der Thaya

Ein Ort an der Grenze

Radioreportage für das Ö1-Reisemagazin AMBIENTE, 11.4. 2021

Ein paar hundert Meter sind es vom Hauptplatz Richtung Norden, dann steht man schon an der Grenze. Hier war Schluss. Niemandsland. Mit dem Zusammenbruch der Monarchie wurde die Stadt auf einmal zur Grenzstadt und lag im Zweiten Weltkrieg sogar an der Front. Bis 1955 war Laa an der Thaya Teil der russischen Besatzungszone. Doch trotz des direkt an ihr vorbeilaufenden Eisernen Vorhangs konnte die Stadt wieder eine gesunde Wirtschaftsstruktur aufbauen, mit Ziegelwerken, Brauerei, Mühle und zahlreichen Handwerksbetrieben. 2006 wurde die Therme Laa mit dem dazugehörigen Thermenhotel gebaut, das für Aufschwung sorgte. Stadtrundgänge zu den denkmalgeschützten Bauwerken wie Rathaus, Schüttkasten und Burg mit dem kürzlich renovierten Butterfassturm lassen das Leben an der Grenze im Wandel der Jahrhunderte erspüren.