Ö1 Gedanken, 54 Minuten
Der Extrembergsteiger Peter Habeler über Herausforderungen im Alter, Mut, Ziele und den Berg
1978 gelang Peter Habeler gemeinsam mit Reinhold Messner die Erstbesteigung des Mount Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff. Der Zillertaler wurde dadurch weltberühmt. Von Kindesbeinen an kraxelte er auf die Berge seiner Heimat. Er lernte mögliche Gefahren auszuloten, am Berg Entscheidungen zu treffen und immer wieder aus der Komfortzone herauszutreten. Gerade mit zunehmendem Alter machen es sich viele Menschen in ihrer Komfortzone bequem, so Habeler. Sie verkrusten regelrecht. Diese Kruste gilt es für Peter Habeler zu durchbrechen. Immer und immer wieder.
Heute sind es nicht mehr die Erstbesteigungen oder 8000er, die den bald 80-jährigen reizen, und doch sind es die Herausforderungen am Berg, denn der Berg und die Natur im Allgemeinen ziehen Habeler an. Sie strahlen eine regelrechte Wärme aus, ob bei einer Wanderung oder Skitour allein oder auch einer Unternehmung mit Kletterpartnern. Partnerschaften am Berg ist Habeler im Laufe seines Lebens viele eingegangen. Einige davon, selbst junge, sind bereits verstorben. Partner, an die er sich gern erinnert. Einige waren für den Zillertaler wichtige Lehrer.
Peter Habeler ist im Gebirge großgeworden und mit den Gefahren, die der Berg mit sich bringt. Und hier sucht er immer noch nach Möglichkeiten, nicht nicht zu verkrusten.
