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Gastein und sein Radon. Heilende Strahlentherapie im Gasteinertal

Blick von oben auf die Filialkirche St. Nikolaus. Die Kirche steht eng an den Hand geschmiegt inmitten von leicht schneebedeckten Häusern, die sich ebenfalls an den Hang in dem engen Talschluss schmiegen. Dahinter öffnet sich das Tal und der Blick auf angezuckerte Berge im Gasteiner Tal wird frei.

Ö1 Ambiente, 15 Minuten

Die heilende Wirkung des Gasteiner Thermalwassers war den Menschen bereits vor mehreren hundert Jahren bekannt. Auch fiel auf, dass die Bergbauarbeiter im hinteren Gasteinertal, wo Erze abgebaut wurden, körperlich nicht so stark abgearbeitet wirkten, wie sonst Bergleute, die unter Tage tätig waren. Bereits in frühgeschichtlicher Zeit wurden die Thermalquellen im heutigen Bad Gastein gelegentlich genutzt, wird zumindest vermutet. Und im 14. Jahrhundert kam der Adel auf den Geschmack des Badens.

Ende des 19. Jahrhunderts genoss das „Who-is-who“ der politischen und künstlerischen Szene der Kaiserreiche Österreich und Deutschland die wohltuenden Bäder in Bad Gastein – die Blütezeit des Kurorts. Seit über 100 Jahren wird radonhaltiges Thermalwasser gezielt zur Therapie eingesetzt. Zum Beispiel in Form von Wannenbädern, wie in der Alpentherme Bad Hofgastein oder auch im Heilstollen in Böckstein. Ich fuhr ins Gasteiner Tal und probierte das Radon Wannenbad selbst aus.